februar02
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4.2.2001

 

Erfolgsmeldungen:

 

Der Ultra – Schallwellen – Hunde – Schocker funktioniert dezent. Die Köter sind sichtlich irritiert!

 

Der Königspudel hat am Samstag auf der anderen Straßenseite seine Boutique mit Sekt und Kaffee tatsächlich eröffnet! Bisher sahen wir viele Leute hineingehen, reden ... aber noch keiner ist mit einer Tüte herausgekommen.

 

Carlos lebt! Wir haben ihn heute im Stehcafe begrüßt! Totgeglaubte leben länger!

 

Misserfolg:

 

Gestern, an einem milden Sonntag, gaben in Castra Vetera, immerhin dem größten römischen Legionärslager jenseits der Alpen, die Praetoren Gaius Magister Hajo und Julius Computericus Thomas Spiele im Amphitheater. Als Höhepunkt dieser leider nur sehr schwach besuchten Veranstaltung trat der berühmt – berüchtigte mazedonische Gladiator Bustra auf, der, besondere Härte, seinen unbewaffneten Sohn Denys zu beschützen hatte. Als er die Arena betrat, trat bei den ca. 32 Besuchern gespannte Stille ein. Bustra stand dort und erwartete Gegner, aber keiner zeigte sich. Daraufhin pfiff Bustra in die atemlose Stille. Sie sollten rauskommen! Nur ein dreifaches Echo antwortete.Keiner stellte sich. Eine spätere Inspektion der düsteren unteren Gänge und Käfige ergab, dass sie alle geflüchtet waren: die Löwen, Bären, die anderen Gladiatoren ...! Die Zuschauer waren schon sowieso schon gegangen ...

 

Sonstiges:

 

Trost spendete ein anschließender Besuch im Dom von Xanten. Bustra meint, im Halbdunkel des Beichstuhles links des Altars den Höllenhund Pluto, ehemals Harras, erkannt zu haben. Walter Matern und „Ingeloch“ trafen wir allerdings nicht.

 

An die Israelis: Wir finden, dass Arafats Hausarrest – für einen erwachsenen Mann!– jetzt doch langsam zu lang wird. Das kennt man doch schon aus Kindertagen, wie schlimm das ist, einfach „nicht raus zu dürfen“! Lasst ihn doch wenigstens mal ums Haus gehen, vielleicht auch auf die andere Straßenseite ...

 

Bustra wird Justiz – Heinz Dieter gleich den Hundeschocker erklären, denn laut Prospekt soll der sich auch für die Dressur eignen. Wäre doch was für Heinz Dieters belgischen Schäferhund in Frankreich, oder ... ?

 

08.02.2002

 

Justiz – Heinz Dieter ist von der Idee begeistert, den Hundeschocker auszuprobieren, muss aber erst mit seiner Freundin für ein paar Tage nach Südfrankreich ... muss er nun mal ... der Schocker kann also erst später getestet werden.

 

Dunja, Maler – Thomas und Ludwig irren am Wochenende im Regen durchs Sauerland. Soll der Erholung dienen, früher war Skifahren geplant, bei diesen Temperaturen aber wohl nicht ... Was macht man nicht alles, um diesem dämlichen Karneval in Düsseldorf zu entkommen!

Müesser, der „schöne Türke“, vorzustellen wie der leicht graumelierte Omar Sharif, schaut mal wieder rein. Hat einen weiten Weg, der Arme, wohnt irgendwo bei Dormagen auf dem Land, züchtet vielleicht Esel, oder so ... oder nicht. Jedenfalls lebt er auf einem Bauernhof, und wir hoffen, dass er dort nicht verbauert. Bis jetzt hat er sich ganz gut gehalten.

 

Bustra weigert sich standhaft, Karnevalsmusik zu spielen, und Hajo verweist auf seinen Aufsatz „Zur Dialektik des Karnevals“ im“Journal für Geschichte“ (1984 oder 1985?), den aber keiner lesen will.

 

Der Königspudel gegenüber redet dauernd mit alten Weibern, verkauft aber bisher nichts!

 

Zum Glück nickt die schöne Ute wieder freundlich ... leider im Vorbeigehen.

 

Erichs Hund ist bei einer tätowierten Alkoholikerin gelandet, was Erich sehr besorgt: Säuft er jetzt schon? Wird er bald tätowiert? Außerdem diese ständige Bedrohung durch chinesische Köche, die sich sehr intensiv für Hunde interessieren, “die ein neues Herrchen suchen...“

 

Wir versuchen, den Düsseldorfer Karneval irgendwie hinter uns zu bringen.

 

22.2.2002

 

Draußen ist es dunkel, kalt und regnerisch.

 

In Salt Lake City werden die letzten Medaillen gewonnen. Am besten fanden wir eine fette Negerin, die sich nach dem Anlauf nicht auf, sondern neben ihren Schlitten warf. Die wär was für den Hackl – Schorsch in seinem Ganzkörper - Kondom! Natürlich drücken wir dem Viererbob von Jamaika alle Daumen. Im Übrigen sind wir strikt dafür, dass bei Interviews besonders mit unseren bayerischen Ski – Mädels hochdeutsche Untertitel eingeblendet werden, denn schließlich wollen wir wenigstens etwas verstehen von dem, was sie sagen.

 

Bustra war endlich (!) beim Friseur. Das musste sein, denn jetzt macht er sich mit dem Captain Scott auf den Weg zum Südpol. Wird kalt werden und wohl tödlich enden...

 

Computer – Thomas kommt hoffentlich auf dem Rückweg von Stuttgart gut durch!

 

Hajo ist erschöpft, da er seit drei Tagen nicht mehr zu seinem nachmittäglichen Lehrerschläfchen gekommen ist.

 

An den Königspudel gegenüber haben wir uns mittlerweile gewöhnt, nur sein Umsatz macht uns Sorgen. Wir geben ihm sechs Monate.

 

Jockey – Fritz hat Probleme mit der Beschaffung eines neuen Gebisses. Sein letztes ist aus irgendwelchen nebulösen Gründen zerdeppert. Er hat es uns, sorgfältig eingewickelt in ein Taschentuch, mehrfach gezeigt. Zur Zeit trägt er sein vorletztes, das er dreimal täglich ankleben muss... Wir hoffen inständig, dass das neue Gebiss bald fertig wird, denn er erzählt seine Gebiss – Geschichte täglich mindestens zehnmal hintereinander!

 

Neulich war eine dürre, verbeulte und verheulte blonde Mittzwanzigerin abends hier, um sich zu besaufen, weil sie ihren albanischen Lover zuhause mit einer anderen im Bett erwischt hatte. Kurt, dieser geile Geier, war auch hier, hat weiter nichts gesagt... und dann hat er sie sich unauffällig, jedenfalls haben wir zunächst nichts bemerkt, auf der Damentoilette vorgenommen, was wir erst bemerkten, als er grinsend nach ihr aus der Damentoilette kam. Was soll man dazu sagen? So ist er nun mal, unser Kurt: „ohne Helm und ohne Gurt“. „Kämpft nur mit blanker Waffe“, wie er neulich stolz verkündete. Nun ja ...

 

Draußen regnet es weiter. Fritz schlägt Wurzeln, eine dicke Bayerin telefoniert am Münztelefon und kippt noch einen Rose.

 

Die blonde Lady neulich, so um die Sechzig, nobel gekleidet, mit viel Gold behangen, kippte innerhalb weniger Minuten drei Gläser Weißwein „ex“, so schnell konnten wir gar nicht gucken, und weg war sie! Wir waren schwer beeindruckt.

 

Keiner zahlt mehr mit DM. Allgemeine Verunsicherung, wie viel Trinkgeld man geben soll. Gemüse ist verdammt teuer geworden!

 

„Das Nichts nichtet unaufhörlich“ (Heidegger).

 

Draußen regnet es immer noch.

 

26.2.2002

 

„Minipli“, lieber Michael, ist eine klein- und dichtgelockte „Hänge“ - Frisur, die früher besonders in Zuhälter- und Vorstadt – Proleten – Kreisen (so mit weit offenem Hemd, Cowboy - Stiefeln und Goldkettchen...) beliebt war; heute sieht man sie zum Glück seltener.

 

Samstag wurde hier schwer geknobelt und abgepumpt. Am Ende fiel Hermann rückwärts vom Hocker auf den Rücken und Hinterkopf. Fritz, Bustra und Hajo haben ihn nur mit Mühe wieder aufrichten können, aber zum Glück war er so voll, dass er sich nicht wehgetan hat.

 

Computer - Thomas hat sich wegen Marions Mini – Köter, den er im letzten Moment sah und nicht zertreten wollte, den Rücken verrenkt (krank geschrieben!).

 

Rheinfire – Thomas war nach längerer Zeit mal wieder hier und hat einen genialen Schwulenwitz erzählt, den wir  nicht wiedergeben können und wollen. Nur so viel sei verraten: es handelt sich um das Spiel „Arsch – Raten“ ...

 

Jockey – Fritz hat heute seine Mutter im Altersheim besucht, die Geburtstag hatte: 96 Jahre ist sie geworden, er ist 73 Jahre alt!

 

Schneider – Sigi hat endlich, nach mehr als einem  Jahr, die Papiere seiner Ukrainerin fürs Standesamt zusammen, er (63) freut sich auf die Heirat...

 

Draußen ist es zwar mild, aber stürmisch. Orkanböen, die uns nicht erschüttern können – da muss schon mehr kommen!

 

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